SeHT e.V.

Berichte

05. November 2012

Der Blick hinter die Kulissen - SeHT bei der Rheinpfalz

Wie entsteht eine Zeitung? Eine Gruppe von SeHT fand sich in den Verlagsräumen der Rheinpfalz in Ludwigshafen ein, um dieser Frage nachzugehen. Aufmerksam lauschten alle den Ausführungen von Herrn Veth, einem Verlagsmitarbeiter. Wir erfuhren etwas über den Aufbau der Zeitung und vor allem über das Druckverfahren.


Nach einem feinen Imbiss ging es in das Druckzentrum in der Flomerheimer Straße. Gleich zu Beginn der Führung beeindruckte das Papierlager: 17 km Papier sind da gestapelt! Das ist nicht ganz, aber fast der Weg von Oggersheim nach Speyer! Dann ging es in die Druckerei. Wir konnten die drei riesigen Druckmaschinen sehen. Sie bewältigen mit einer jeweiligen Kapazität von bis zu 160 Platten in der Stunde ca. 2.000 Platten täglich. Für den Wasserlos-Offset werden silikonbeschichtete Platten verwendet. Das Silikon dient zur Trennung von druckenden und nichtdruckenden Stellen. Nach der Belichtung wird das Silikon an den farbführenden Stellen durch Bürsten und einer nahezu chemiefreien Entwicklung entfernt.


Die entwickelte Platte wird präzise genau auf Format beschnitten und abgekantet. Zusätzlich überwacht eine Software die Bebilderung der Platte. Das trägt für einen passgenauen Druck in der Maschine bei. Damit die Platten übersichtlich abgelegt werden können, steht pro Linie ein sogenannter Sorter zur Verfügung. Jeder Sorter hat 40 Ablagefächer, der mit bis zu 32 Platten bestückt werden kann. Somit ist ein Plattenspeicher von bis zu 1280 Platten vorhanden.


Die Sortierung der Platten erfolgt nach Druckeinheit und Druckwerk. Der Drucker bekommt über einen Monitor die jeweiligen Fächer der Platten für seinen nächsten Druckauftrag angezeigt. Er nimmt die kodierten Platten aus den Ablagefächern und legt sie in die jeweiligen Plattenautomaten der Farben Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb. Danach werden die Platten automatisch auf die Plattenzylinder aufgezogen und der Druck kann beginnen.


Wöchentlich durchlaufen durchschnittlich fünfeinhalb Millionen gedruckte Hauptprodukte und Vordrucke den Versandraum. Dazu kommen mehr als vier Millionen angelieferter Beilagen, die in die Hauptprodukte eingelegt werde.


Die Versandanlage besteht aus vier identischen Einstecklinien. Die Abgabe der fertigen Exemplare erfolgt in der Regel über Abtransportbänder direkt in das Auslieferfahrzeug. Die Auslieferung der fertigen Einzelpakete erfolgt in Folie eingeschweißt und kreuzverschnürt. Wir waren beeindruckt und bedauerten, dass wir wegen der späten Stunde nicht den Andruck miterleben konnten. Dennoch haben wir viel gesehen und gelernt.




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