SeHT e.V.

Berichte

27. Juni bis 04. Juli 2014

Sommerfreizeit in Holland

„Wir wollen diesen Sommer mal nach Holland gehen, mit den Schiffchen fahren auf den blauen Seen...“ (Kinderlied)


2014 sollte die Sommerfreizeit nach Holland gehen, so der Beschluss der Teilnehmer des vorigen Jahres. So verbrachten wir dieses Jahr unsere Freizeit vom 27.06. - 04.07.2014 in einem wirklich tollen Reetdachhaus in Julianadorp.
Vorab die Zeit dort war einfach toll und alle genossen sie aus vollen Zügen. Wir hatten Wind, Meer, Sand, Kultur, Wissen und...uns. Die Gemeinschaft funktionierte aus meiner Sicht dieses Jahr hervorragend, es gab kaum Konflikte und das Programm enthielt eine gute Mischung aus Aktivitäten und Ruhe (für die, die wollten). Aber jetzt zu den Details:



Freitag, 27.06.14

Um 08:45 Uhr holte ich die „Ludwigshafener“ ab, dann ging es weiter nach Speyer zum Festplatz. Dort standen die meisten schon mit ihrem Gepäck. Nachdem dann auch Monika und Philipp aus Kaiserslautern angekommen waren, konnte Joachim anfangen zu packen (Danke!).
Gegen 09:30 Uhr starteten wir dann. Die Fahrt war problemlos, bis auf einen wirklich heftigen Regenguss in der Nähe von Amsterdam. Gegen 17:00 Uhr waren wir an der Unterkunft. Kurze Besichtigung mit Zimmerverteilung, Backofen an (Vorwärmen für die Lasagne), Einkaufen bei Lidl, Essen einräumen, Essen und dann schon eine erste Fahrt an den Strand zum Schauen. Essen: Lasagne mit Salat



Samstag, 28.06.14

Erst mal gemütlich wir wollten ausschlafen und dann schauen der einzige Tag, ohne vorgeplantes Programm dafür wurde es richtig toll.
Gegen 11:00 Uhr, nach einem guten Frühstück, fuhren wir mit dem öffentlichen Bus nach Den Helder, bummelten über den Markt (wo sich Sarina auf dem Rückweg Krebsbeine kaufte und ja, Elektronikgeschäfte gab es auch für die Männer), Susanne und Alexi kugelten sich in großen Bällen durchs Wasser für die Mädels und die Zuschauer eine Gaudi. Da in Den Helder historisches Wochenende war, bekamen wir im Hafengebiet eine Führung auf alten Rettungsbooten, besuchten einen historischen Flohmarkt hier wurden auch schon die ersten Mitbringsel erworben und sahen uns Unmengen an historischen Autos an Imbissmöglichkeiten gab es auch. Eigentlich hatte ich überlegt, den Strand entlang zurück zu laufen, aber 10 km... Wir nahmen den Bus. Zuhause kochten einige, andere ruhten sich wohlverdient aus, Fußball kam auch noch (glaube ich)...
Essen: Gemüsereis mit Hühnchenbeinen oder Hühnerbrust, Salat, Vla (eine Art hollandischer Pudding) als Nachtisch (und Sarina puhlte noch zwei Stunden lang mit enormer Geduld Krebsbeine)



Sonntag, 29.06.14

Ausschlafen, Frühstücken, und gegen 12:00 Uhr fuhren wir wieder nach Den Helder, diesmal mit den Autos wir hatten eine Führung im Marinemuseum. Nun, wir sahen viele Schiffe, viele Admiräle... sehr zum Ärger einiger Teilnehmer war das Fotografieren teilweise untersagt, der Führer sprach zwar deutsch, aber auf seehr holländische Art und er hatte ein Faible für die ausgestellten Schiffsmodelle naja, aber das U-Boot war wirklich sehr interessant. Wir konnten mit einem ehemaligen Offizier sprechen, uns in die Betten (50 cm breit, 4 Stück übereinander) legen, uns mit Details beeindrucken lassen (3 min. Duschen pro Mann und Woche) sehr sehenswert. Dann gingen einige nochmal zum Flohmarkt, einige zu einem kleinen Theaterstück über die Eroberung anderer Länder durch Holländer, noch ein Tee auf einem Schiff und dann dann konnten wir endlich Joachim M. abholen (der kam mit dem Zug nach, weil er noch an einem wichtigen Workshop in Frankenthal teilnehmen musste) ihm zeigten wir Abends noch den Strand.
Helmut, Andreas und Andrea übten sich im Drachensteigen. Glücklicherweise ging ihnen ein Kitesurfer zur Hand ein so ausgesprochen netter junger Mann, dass ich ihn noch auf ein Getränk einlud und alle kramten das letzte bisschen Englisch raus und unterhielten sich mit ihm.
Essen: Nudeln mit Schinken-Sahne-Soße, Salat und Reste



Montag, 30.06.14

An diesem Tag war frühes Aufstehen angesagt, wir mussten die Fähre nach Texel bekommen um dort in Ecomare etwas über das Meer zu lernen durch die super Einführung konnten wir dieses Zentrum, das aus einer Robbenaufzuchtstation entstanden ist, in vollen Zügen genießen. Babyrobben, die gerade zwangsernährt wurden, Fütterung der Schweinswale, Bestaunen der Aquarien und Fische und sonstiges Meeresgetier im wahrsten Sinne hautnah.
Nachdem wir uns dort ausgiebig getummelt hatten, besuchten wir noch einen kleinen Hafenort auf Texel. Dort konnten die dringendsten besonderen Bedürfnisse gestillt werden (Elektrogeschäft!, Fischgeschäft, Schafe zum Streicheln, frische Austern zum Schlürfen, Wind, Schiffe, ...).
Aber ein wirkliches Highlight und dazu noch völlig kostenlos, war auf der Rückfahrt mit der Fähre (wie auf der Hinfahrt) das Füttern der Möwen sie sind wahre Flugakrobaten und bereiteten uns mit ihrer Gier und ihren wahnsinnigen Manövern sehr viel Spaß und sind auf etlichen hundert Fotos zu sehen.
Abends gab es wieder Salat, Nudeln vom Vortag als Vorspeise, Ofenkartoffeln mit Quark



Dienstag, 01.07.14

An diesem Tag waren wir in Alkmaar und hatten eine Stadtführung mit der nettesten Dame, die Alkmaar zu bieten hatte und die Stadt ist wirklich eine kleine Fahrt wert mit ihren vielen Kanälen, alten Häuschen. Sogar eine echt venezianische Gondel konnten wir bestaunen. Leckere Pommes gab es auch zum Mittagessen da wir ja aber immer noch mehr wollen sind wir nachmittags mit einem Boot auf Besichtigungstour von unten sozusagen. Zum Teil sind die Brücken unter denen wir hindurch glitten nicht höher als 80 cm also ca. alle 3-4 min hieß es: ab auf die Knie und Kopf runter oder besser, ganz auf den Boden legen ansonsten macht der Kopf Bekanntschaft mit der Brücke das musste Christa schmerzhaft erfahren, als sie mal kurz an Entscheidungsschwierigkeiten litt.
Nach der Heimfahrt kauften wir ein und genossen abends unseren tollen Garten. Helmut und Philip aktivierten den Grill, dazu gab es Baguette und Salate und tolle Geschichten von Sarina. Wir lachten sehr viel und heftig an diesem Abend!)



Mittwoch:, 02.07.14

Erst mal erholen von dem anstrengenden Vortag und Abend, mal wieder ein paar Einkäufe erledigen und dann ging es mit den Autos ca. 20 km weiter an die Küste denn was gibt es in Holland? Wasser, Fisch, Wind....wirklich spüren konnten wir das auf einem Boot eines Krabbenfischers das hatten einige zwar schon einmal erlebt, als wir auf der Hallig Hooge waren, aber was gut ist, kann man auch zweimal machen. Leider war gerade Flut, so dass wir zwar mit dem großen Netz viele Krabben, Fische, Krebse und sonstiges Getier aus dem Wasser holten, die versprochenen Seehundbänke aber unter Wasser waren und die Seehunde somit auf Jagd dank Christa haben wir aber wenigstens zwei in der Nähe des Bootes gesehen, die mal kurz den Kopf rausstreckten und dann ging es ans Aussortieren Krabben zum Kochen in die Schale, der Rest zurück ins Meer. Alle haben mal die großen Krebse angefasst, für die das Hochgeholt werden kein Problem war für die Fische ist es aber eines, ihnen platzt dann die Schwimmblase und sie sind tot bis sie aus dem Netz kommen und dienen dann als Futter für die Möwen und Seehunde. Naja, nicht so schön.
Aber die Sonne strahlte und zum Abschied bekam jeder eine Tüte absolut frischer, gekochter Krabben zum Puhlen und wer nicht wollte, gab seine weiter. Während die einen puhlten beobachteten die anderen eine Gruppe Bohrinselmonteure, die eingewiesen wurden, wie sie ein Rettungsboot bestiegen leider wurde das Boot aber nicht die Rampe runterrutschen gelassen, das wäre ein schönes Schauspiel gewesen.
Abends gab es Film, Fußball, Essen (Nudeln mit Bolognesesoße, Salat) und Ausruhen.



Donnerstag, 03.07.14

Wie jeden Morgen gab es Obstsalat zum Frühstück und Eier von „unseren“ Hühnern und natürlich noch andere Leckereien überhaupt lebten wir diesmal recht gesund, es wurde viel mehr Obst und Gemüse gegessen als sonst. Da wir über Mittag in Schaagen waren beim Friesischen Trachtenfest, bekam jeder das Geld fürs Mittagessen ausbezahlt und konnte sich dann in der Stadt etwas nach seinem Geschmack kaufen.
Aber erst mal die Trachten es war wirklich schön Musik, ca. 100 Pferdegespanne mit 150 Jahre alten Kutschen und alle waren wunderschön angezogen mit traditionellen alten Kleidern. Auch die Babys und Kinder, alles Zubehör, alles zeigte authentisch, wie das Leben um 1890 in Friesland aussah das Wetter war toll, neben dem Umzug gab es einen riesigen Markt, der kaum ganz zu besichtigen war. Wer wollte, konnte traditionellen Handwerkern zuschauen beim Käse machen, Brot backen, tischlern etc..
Am Nachmittag machten wir dann einen sehr ausgedehnten Spaziergang durch die Dünen und liefen am Strand entlang zurück (zumindest die meisten). Es gefiel allen gut, sich noch mal den Meereswind um die Nase wehen zu lassen, ein letztes Bad im Meer zu nehmen (hier taten sich vor allem Joachim, Andrea, Susanne und Philip hervor) oder in der Sonne zu baden (der Rest). Leider stellten wir auf dem Rückweg fest, dass wir nicht mehr vollständig waren Susannes Sandalen fehlten. Also bereiteten wir schnell ein Resteessen vor und dann ging ich mit Joachim nochmal die ganzen Kilometer durch die Dünen und am Strand entlang so schön das war, die Schuhe hatte die Flut mittlerweile mitgenommen oder ein anderer Strandläufer.



Freitag, 04.07.14

Packen, Brote machen, Zimmer fegen, auf- und ausräumen, Hektik, Busse packen und um 10 Uhr waren wir wieder unterwegs nach Hause. Aber da ich dachte, ein ganzer Urlaubstag nur weg fürs Fahren das fand ich doof. Also hatte ich von Zuhause schon eine VIP-Führung für den weltberühmten Käsemarkt in Alkmaar gebucht und so lernten wir noch viel über die Traditionen beim Käsewiegen, über die Männer, wir durften sogar in ihren Pausenraum und wer wollte, konnte sich auf einer Original-Waage wiegen (ich wollte nicht!)
Aber dann ging es endgültig ab nach Hause. Naja, nochmal Zwischenstop bei Burger King, wo ich noch die Mülltonnen durchwühlte, weil jemand aus der Gruppe seinen Geldbeutel absolut nicht mehr finden konnte nun ja, er war im Bus. Zum Zeitvertreib lief ein Deutschlandspiel im Radio und ich glaube, wir haben gewonnen.
Zumindest haben alle nach dieser Woche Erfahrungen gewonnen, vielleicht auch ein paar Einsichten, ganz sicher aber Freude, Freunde und Erfahrungen.


Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.
Andrea Reiner


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Termine

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22. - 24.06.2018
Grenzerfahrungen – Wochenende in Niederbronn les bains


20.07.2018
Grillen bei Familie Mühlhölzer in Ellerstadt


04. - 11.08.2018
Trainingsfreizeit in Nürnberg


20. - 21.10.2018
Bundesfachtagung, KSI Siegburg