SeHT e.V.

Berichte

24. März / 31. März 2015

85. Geburtstag

Dr. Paul Schädler, Gründer von SeHT und Ehrenvorsitzender, feierte am 24. März seinen 85. Geburtstag. Der kreisverband der CDU, der CDU–Gemeindeverband Römerberg–Dudenhofen und der CDU-Ortsverband Dudenhofen luden aus diesem Anlass am 31. März zu einem Empfang ein. Für SeHT nahmen Heidi Steinert und Inge Bellmann teil. Inge Bellmann überbrachte in einem Grußwort die Glückwünsche der Mitglieder von SeHT.


Lieber Paul, sehr verehrte Gäste,


vor 27 Jahren gründete Dr. Paul Schädler mit seiner Frau Helga und einigen Freunden den Verein, der heute „SelbständigkeitsHilfe bei Teilleistungsschwächen“ heißt, kurz SeHT genannt.
Menschen mit Teilleistungsschwächen, was sind das für Menschen?
Es sind Menschen, die dem Bild, den Normen, die unsere Gesellschaft vorgibt, nicht vollständig entsprechen. Sie können die Anforderungen, die Schule, Beruf und ein selbstständiges Leben erfordern, nur zum Teil erfüllen.


Für die Einrichtungen, die es für behinderte Menschen gibt, sind sie zu stark, für ein völlig selbstständiges Leben sind sie nicht stark genug. Die kleinen Pflänzchen ihrer Fähigkeiten, wie Spontanität, Kreativität, guter Wille, Einsatzbereitschaft, werden nicht geachtet, nicht gebaucht oder übersehen. So sitzen sie zwischen den Stühlen.


Das Erleben von Überforderung, Misserfolg, Diskriminierung und Ablehnung führt häufig auch zu psychischen Störungen. Eltern machen sich große Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder. Menschen mit Teilleistungsschwächen haben keine Lobby.


Du, lieber Paul, hast diese Problematik erkannt und in dem Verein SeHT ein Forum geschaffen, in dem die Eltern sich austauschen, sich gegenseitig Hilfe geben und Maßnahmen zur Förderung ihrer Kinder entwickeln können. Die Betroffenen selbst finden Kontakte, erfahren Anerkennung, und werden in ihrer Weiterentwicklung begleitet.
Du hast den Verein gegründet, die Strukturen geschaffen, lange warst Du Vorsitzender und hast dem Verein so Deinen Stempel aufgedrückt, deinem Bild vom Menschen entsprechend: jeder besitzt Würde, jedem gebührt Achtung. Vielen Mitgliedern hast Du weit über die übliche Vorstandsarbeit hinaus individuell geholfen. Bis heute stehst Du dem neuen Vorstand mit Deinem Rat zur Seite. Wann immer es Dir möglich ist, nimmst Du an den Veranstaltungen teil.
Heute darf ich Dir im Namen der Mitglieder gratulieren und den Dank aller überbringen.

Ich weiß, du kommst von der Mosel. Aber inzwischen lebst du so lange in der Pfalz, dass du „en echte Pälzer Buu“ geworden bist. Du erzähltest einmal, dass du nachts, wenn du nicht schlafen kannst, Mundarttexte von Paul Tremmel oder Paul Münch auswendig lernst.


Ich möchte deshalb unsere Glückwünsche „uff Pälzisch“ vortragen. Die Texte sind dem Bändchen „Fer a paar Stunn hell in de Sunn“ von Gisela Gall entnommen.


Wannd manchmool vor Äarwet un Streß ball verschdickschd,
vor renne un hetze kä Lufd als mä kriggschd,
dann mach mool ä Paus, iwwerleesch, sei kää Schoof,
es gäbbd schließlich graadis vum Himmel de Schloof.


Oft wääschde als gaar nimmie aus odder oi,
wasd geschdern noch ghatt hoscht, gheert heit nimmie doi.
En Auswääsch jedoch, der is meischdens als offe,
s gäbbt jedenfalls graadis vum Himmel es Hoffe.


Mool heerschde vun Uuwedder, Bombe un Mord,
vun Karambolaasche in Sied un in Nord,
vun Krankheit un annere doodernschde Sache,
zum Ausgleich gäbbts graadis vum Himmel es Lache.


Voll Hass un voll Neid duun die Leit oft nur schänne,
gar gierisch un schääl noochem Geld anne renne.
Doch doomit allää wär die Welr aarisch trieb,
zum Glick gäbbt es graadis vum Himmel die Lieb.


Zum heidische Daach winsch ich Gsundheit un Glick,
vum Lache un Frohsoi a ganz großes Stick,
un dass dich doin heidere Pälzer Humor
begleide soll stännisch fer meeglischt viel Johr!


Ich winsch der viel Zeit fer die vielerlei Sache,
die wu du noch uubedingt all gern däätscht mache.
Die luschdische Stunne, die schätz norre richdisch,
die annre, die nemm halt net gar so arg wischdisch.


De Äärscher vergess un die eewische Soorsche,
genieß jeden Daach, denk net immer an moorsche.
Vun unsere Pälzische Trauwe de Saft
Soll gäwwe dir Frääd un zum Lääwe lang Kraft!


Dass wir noch oft mit dem Saft der „Pälzer Trauwe“ anstoßen können, das wünsche ich dir und mir.



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Termine

23.06.2017
Grillabend bei Familie Mühlhölzer in Ellerstadt


12.-19.08.2017
Trainingsfreizeit im Münsterland


29.09.2017
Besichtigung der Schneckenfarm in Asselheim


02./03.10.2017
Tag und Fest der Deutschen Einheit


14./15.10.2017
Bundesfachtagung der Bundesvereinigung SeHT e.V.