SeHT e.V.

Berichte

03. bis 10. Juli 2015

SeHT Trainingsfreizeit

Diesmal ging es nach Thüringen, genauer nach Hoheneiche bei Saalfeld. Dort kamen wir in einem Haus des CVJM unter.


Freitag, 3. Juli

Es ging schon gut los, bevor es überhaupt losging–die ganze Woche schon meldeten sämtliche Wetterapps 38 Grad–Celsius, nicht Fahrenheit!!! Sollten wir also lieber schon morgens um 06:00 Uhr starten? Dann wäre ich wahrscheinlich alleine mit Charly nach Thüringen gefahren...(mein Hund durfte diesmal mit) Also Treffen um 09:30 Uhr in Speyer–und da schon Schwitzen. Wer mit Monika fuhr, hatten es gut–dank Klimatechnik.

Die Fahrt nach Saalfeld war dann lang (Staus), heiß und die Köpfe der Fahrer im Bus gut durchgepustet. Um 16:30 Uhr endlich da – 400 km in 6,5h. Haus besichtigt, Zimmer verteilt–etwas kompliziert diesmal–und dann ein kampfmäßiger Einkauf–elf Leute stürmen den Lidl und beladen zwei Wägen randvoll–aber mit was? Es geht mit mehr Leuten auf jeden Fall nicht schneller, weil ich manche Sachen dreimal bekomme (Thüringer Bratwürste) und andere trotz mehrmaliger Aufforderung einfach nicht–Einkaufen ist noch entwicklungsfähig Dann schnell zurück, absolute Hektik in der Küche (wegsortieren, Salat, Kartoffeln schneiden, Herd bedienen–wo ist dies und das? Sieb? Schneebesen? Schere???

Bratwürste etwas dunkel–die Luft fettgeschwängert- Feueralarm! Endlich Essen–und ich bin völlig erschöpft. Nach dem Aufräumen endlich mal schauen, wo wir hier gelandet sind–Friedhof, Pfarramt, Kirche, Zeltlager und ca. 15 Häuser–das Restaurant wirkt vielversprechend und günstig.

Einige haben dann noch draußen im Garten die endlich kühlere Luft mit leichtem Wind genossen (und ein Bier von Fässchen) andere gespielt, auf jeden Fall waren die meisten um 23:00 Uhr im Zimmer–es gab aber auch welche, die den Steinfußboden im Flur noch als Kühlung für die heißen Füße nutzten.


Samstag, 4. Juli

Erst mal ausschlafen und dann gut Frühstücken–soweit ein ganz normaler Wochenendbeginn–aber dann ging es feenhaft weiter.

Wir besuchten die weltberühmte Feengrotte in Saalfeld–und es gibt kaum einen schöneren und angenehmeren Ort als diesen, zumindest wenn es draußen 37 Grad Celsius sind–konstante 12° C und die reinste Luft mit der absoluten Gesundheitsförderung–heilt Asthma und Lungenkrankheiten in 90% der Fälle–kein Wunder, dass uns das zu Kopf stieg. Ja, unser Führer war sehr witzig und die Grotte sehenswert. Mit "Glück auf" gingen wir dann noch in das Mitmachmuseum und ins Feenweltchen–zumindest die von uns, die noch in Verbindung zu ihrem inneren Kind stehen, die anderen gingen Einkaufen.

Und dann noch schnell in den Lidl (wo ich zum 3. Mal an der Einfahrt vorbei fuhr), ab nach Hause.
Wie immer der geballte Wahnsinn, bis endlich alle satt waren und die Küche sauber. Abends haben wir dann die SeHT-Filme geschaut und "die lustige Welt der Tiere"–so alt wie wir der Film und immer noch gut–so wie wir.


Sonntag, 5. Juli

Als großer Programmpunkt war für diesen Tag Rudolstadt geplant – ein kleines Städtchen ca. 30 km entfernt von unserer Unterkunft. Da gab es an diesem Tag ein Folk-Root-Festival – also Musik. Und wieder 38° C – die Sonne knallte so sehr, dass wir Regenschirme als Sonnenschutz nahmen, ich spontan aus einem Leintuch für Charly einen Umhang schneiderte und wir halt einfach schwitzten. Mit dem Bus in die Innenstadt, Tickets kaufen, ein Teil der Gruppe wollte erst mal zum Fluss zum Abkühlen, die anderen heißen Köpfe gingen gleich in die Stadt. Es war...naja...unser Eindruck war, dass es den Musikern auch zu heiß war – es gab eine Bühne mit volkstümlichen Darbietungen, viele Essenstände, eine Burg, aber wenige Musiker. Egal, wir verbrachten einen schönen Tag, nahmen am Ende noch ein Bad im städtischen Brunnen und fuhren nach Hause.
Den Abend verbrachten wir bei Thüringer Klößen mit Pilzsoße und Goethe – nicht live natürlich, aber mit Gedichten etc.–als Vorbereitung auf Weimar


Montag, 6. Juli

Wenn es heiß ist, ist Wasser immer ein guter Programmpunkt – nach dem üblichen Frühstücken-Aufräumen-Lunch-Pakete-Wahnsinn fuhren wir zum Hohenwarte-Stausee um dort Tretboot zu fahren – einige auch Ruderboot. Andrea ruderte Inge und den Hund übers Wasser (so schnell, dass Inge sogar seekrank wurde, (nee, die Übelkeit kam von den vielen Kurven), Helmut wurde auserkoren, Andreas und Peter standesgemäß über den See zu bringen – mutig von den Herren, denn Helmut hatte das noch nie gemacht. Aber mit viel pantomimischer Unterstützung von Peter und genauen Anweisungen von Andy (aber rechts von wo bitte?) kamen wir über den See und konnten an einer netten Stelle anlegen. Nett, aber schlecht für die Schuhe, wie Monika und Mark merkten, als ihnen von dem scharfen Geröll die Sohlen vom Schuh fielen. Egal, das Baden war schön. Zurück wurde ein bisschen getauscht und Felix durfte Andy und Peter fahren – aber wohin bitte??? Alle waren schon zurück, nur die 3 kreuzten noch über den See. Also fuhren Helmut und ich zu ihrer Rettung, tauschten in einem waghalsigen Manöver die Gefährte und Andrea ruderte die Herren zurück.

Erschöpft kamen wir mit 1,5 Stunden Verspätung an, zahlten ordentlich nach und gingen dann erst mal Kaffeetrinken. Ach ja, eigentlich noch Geocaching. Die Frau versicherte uns glaubhaft, dass die Strecke tatsächlich mindestens 4 – 5 Stunden dauert (für geübte Leute, für uns dann wohl 7 h) – also nix wie heim und noch ins Schwimmbad und an den Grill.


Dienstag, 7. Juli

An diesem Tag war endlich Goethe dran – sprich, wir fuhren nach Weimar, hatten dort eine Stadtführung mit einem Boten aus dem 18. Jahrhundert (der allerdings ganz neumodisch in sein Handy sprach), in der wir alle schattigen Plätze aufsuchten, die auch historisch interessant waren. Es war eine schöne und interessante Führung, danach teilten wir uns auf und bestaunten noch in Kleingruppen die schöne Innenstadt, aßen zu Mittag, suchten Inge, die wir irgendwie verloren hatten, kühlten die Füße in der Ilm – für Museen war es zu heiß und außerdem waren die zu teuer.

Abends gingen wir dann Essen in der Gaststätte – zum Kochen waren wir zu müde. Arme Monika, sie hätte gerne einen Salat gehabt, aber der war dem Wirt kaputt gegangen – das führte fast zum Streik. Am Ende waren aber alle zufrieden, satt und immer noch müde.


Mittwoch, 8. Juli

Heute mal wieder Natur – Burg Greifenstein besichtigen und eine Greifvogelschau miterleben – mit der echten TIVI-Eule, die Christa sogar halten durfte. Das konnten wir aber nur erleben, weil Monika mit ihrem ungeheuren Charme und gleichzeitiger Hartnäckigkeit erreichte, dass die Bauarbeiter die gesperrte Strecke von ihren Arbeitsfahrzeugen freiräumten und wir so über die Piste holpern konnten. Trotzdem kamen wir etwas knapp, aber der Mensch, der uns professionell begleitete war sehr nett und kompetent und so konnten wir einiges über Greifvögel, die Burg und regionale Konflikte lernen.

Nachmittags besuchten wir ein Haflingergestüt wo Stutenmilch produziert wird – eine sehr gesunde Sache, hatten dort eine Führung und wer wollte, konnte sogar noch reiten – das haben sich einige aus der Gruppe getraut.
Nach dem Kochen wurde gespielt, sich verrenkt (Twister), es gab Kino und Spaziergänge – langweilig war uns abends nie – und an diesem Tag war auch die lang ersehnte Abkühlung gekommen.


Donnerstag, 9. Juli

14° C und regnerisch – das war mal ein Absturz... Egal, auf ins Land der 1000 Teiche! Eine längere Anfahrt auf immer kleiner werdenden Straßen, eine wunderschöne Landschaft... und viele Teiche. Wir durften ein kleines Museum auf einem Pfahlhaus besichtigen, lernten, dass Teiche von Menschen geschaffen sind, wohingegen Seen natürliche Gewässer sind, konnten Tiere beobachten und erfuhren, warum in den Teichen Mönche „leben“. Nach diesem 3-stündigen Spaziergang mit einem seeehr geduldigen Führer holten wir auch die zwei im Auto gebliebenen wieder ab – angebeblich bestand die Gefahr von Gras und Nässe – das ist nix für jedermann Und dann aber für jedermann: Sommerrodelbahn... sehr zögerlich trauten sich erst zwei, dann drei – und am Ende wollten alle ...immer wieder. Die Betreiberin wurde immer flexibler mit ihrem etwas komplizierten Kartensystem und wir hatten alle richtig viel Spaß.


Freitag, 10. Juli

Mittlerweile sind wir sehr routiniert im Packen und saubermachen und pünktlich um 10:00 Uhr konnten wir das Haus übergeben – nach einem ausgiebigen Frühstück mit frischen Brötchen. Da der Tag nicht nur mit Rückfahrt, sondern auch noch mit Programm gefüllt werden sollte, schauten wir uns an dem Tag noch kurz Saalfeld an, von dem wir bis dahin nur die Discounter kannten und machten in Eisenach halt um eine Führung durch die Wartburg zu bekommen. Ein wirklich imposantes Bauwerk mit vielen Treppen, das alle sehr beeindruckt hat.
Und dann endlich ab nach Hause – bis auch der letzte Teilnehmer abgeliefert war, war es 21:30 Uhr (es gab ein paar Staus) und ich reichlich müde und vor allem heißer.


Fazit:

Auch wenn dieses Jahr einige „neue“ dabei waren, hat sich die Gemeinschaft sehr schnell wieder zusammen gefügt und funktionierte fast die ganze Zeit reibungslos – ein paar kleinere Störungen sind bei 13 Menschen von 28 – 84 (meine Schwiegermutter war mit von der Partie), Männlein, Weiblein und Hund, jeder mit eigenen Bedürfnissen und Besonderheiten, kaum zu vermeiden.
Die Abläufe bei der Selbstverpflegung sind mittlerweile sehr routiniert, alle helfen mit, auch wenn ich dieses Jahr für den ersten Grundeinkauf die rationale und strukturierte Mithilfe von Joachim M. entbehren musste Es war eine „heiße“ Zeit und ich freue mich schon wieder auf nächstes Jahr.

Andrea Reiner



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Termine

26.06.2018
Rechtliche Betreuung


22. - 24.06.2018
Grenzerfahrungen – Wochenende in Niederbronn les bains


20.07.2018
Grillen bei Familie Mühlhölzer in Ellerstadt


04. - 11.08.2018
Trainingsfreizeit in Nürnberg


20. - 21.10.2018
Bundesfachtagung, KSI Siegburg