SeHT e.V.

Berichte

23. Februar 2016

Zappelphilipp und Traumsuse: Hilfe bei Kindern mit ADHS


Der Verein Selbständigkeits-Hilfe bei Teilleistungsschwächen, kurz SeHT genannt, konnte Dank einer großzügigen Spende des Kiwanis Clubs Speyer eine Vortrags- und Gesprächsreihe ausrichten. Am 23.02.2016 beleuchtete Referent Karl Gajewski, Lehrer und Schulpsychologe, das Thema: "Zappelphilipp und Traumsuse lernen anders" in dem Pfarrheim St. Otto, Speyer.


Eine hohe Zahl interessierter Zuhörer fand sich zu dem Vortrag ein, den Inge Bellmann von SeHT eröffnete. Am Beginn der Veranstaltung verteilte Karl Gajewski schriftliche Unterlagen zu diesem Thema an die Anwesenden und wies auf die Problematik bei den AD(H)S-Kindern in puncto Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung im Arbeitsgedächtnis hin. "Diese Kinder zum Lernen zu bringen sowie langfristige Lernziele oder auch nur kurzfristige (Haus-)Aufgaben zu bewältigen, kann für Lehrerinnen und Lehrer in der Schule und für die Eltern zu Hause oft sehr anstrengend sein". Oftmals seien die Eltern überfordert oder sogar verzweifelt. Gajewski beschrieb "Den Weg des Lernens" eine Lehrmethode in elf Schritten mit Hürden und Etappen auf denen die Schüler von ihren Lehrern begleitet werden. In jedem Durchlauf sollten die Kinder nochmals gestärkt werden, so Gajewski. Die angewandten Methoden müssten zu den Schülern passen. Schließlich sei jedes Kind einzigartig. Aber auch die Eltern stünden in der Pflicht, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl ihres Kindes zu stärken. Sinnvoll sei es, den Blick dahin zu lenken, was es schon alles erreicht habe. Auch die Bedeutung von Mitarbeit im Unterricht, von Hausaufgabenhilfe, von gemeinsamer Aufarbeitung von Wissenslücken sowie Generalproben vor einer anstehenden Klassenarbeit hob Karl Gajewski hervor. "Tiefenverarbeitung muss sein, damit vom Lernprozess auch etwas hängen bleibt". Ebenso gelte es dafür Sorge zu tragen, dass Gelerntes in den Alltag mit einzubezogen werde und ausreichend Zeit zum Abschalten und Entspannung übrigbleibe, lautete Gajewsis Schlussfolgerung. Zum Abschluss seines Vortrags unterstrich Karl Gajewski den hohen Stellenwert einer Kooperation und Fortbildung aller Beteiligten. Professionelle Hilfe gebe es bei Schulpsychologen und Beratungsstellen. Eine medikamentöse Behandlung solle vorher grundsätzlich sorgfältig und fachmännisch geprüft werden. Inge Bellmann unterbreitete den Vorschlag, eine Eltern- und eine Kindergruppe mit Spieleabend ins Leben zu rufen. Interessenten können sich unter der Rufnummer 06232-35372 oder E-Mail: I.Bellmann@gmx.de an Inge Bellmann wenden.


Susanne Hedrich, veröffentlich auf Speyer-aktuell- online




Zurück


 

 

Termine

26.06.2018
Rechtliche Betreuung


22. - 24.06.2018
Grenzerfahrungen – Wochenende in Niederbronn les bains


20.07.2018
Grillen bei Familie Mühlhölzer in Ellerstadt


04. - 11.08.2018
Trainingsfreizeit in Nürnberg


20. - 21.10.2018
Bundesfachtagung, KSI Siegburg