SeHT e.V.

Berichte

29. Februar 2016

Bildungs- und sozialpolitische Thesen:

SeHT im Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Ruth Ratter

Im Vorfeld der Landtagswahl 2016 hat die Landesvereinigung Rhein land-Pfalz der Selbständigkeitshilfe bei Teilleistungsschwächen (SeHT) ihre bildungs- und sozialpolitischen Thesen an die Direktkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien aus der Region übersandt. Von Kandidaten aller Parteien kamen positive Rückmeldungen. Auf Einladung von Ruth Ratter, bildungs- und kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion, kam kurzfristig eine Besprechung mit Inge Bellmann, der Vorsitzenden der SeHT-Landesvereinigung und Werner Fröhlich, dem 1. stellvertretenden Vorsitzenden, zustande.


Die SeHT-Vertreter erläuterten kurz die Ziele und Handlungsfelder der Selbständigkeitshilfe und wiesen darauf hin, wo aus ihrer Sicht Verbesserungs- und politischer Handlungsbedarf besteht. Insbesondere geht es SeHT darum, dass es nicht dem Zufall überlassen bleiben darf, ob Lehrerinnen und Lehrer wissen, wie mit ADHS oder anderen Teilleistungsschwächen umzugehen ist. An jeder Schule sollte eine kompetente Lehrkraft als Anlaufstelle und „Wegweiser“ zur Verfügung stehen. Ein „einheitlicher Ansprechpartner“ wäre auch hilfreich, um die über verschiedenste Stellen verstreuten Beratungs- und Hilfsangebote für Betroffene zu koordinieren und zielgerecht einzusetzen. Bellmann betonte, dass die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen am Arbeitsleben nicht allein über Werkstätten und Integrationsbetriebe geleistet werden könne. In vielen Fällen sei auch ein erfolgreicher Einsatz auf dem ersten Arbeitsmarkt möglich dies könne gefördert werden, wenn Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit reduzierten Anforderungen erhalten und erweitert würden.

Ruth Ratter hat viele Jahre als Gymnasiallehrerin gearbeitet und außerdem eine Zusatzqualifikation für Schulmanagement erworben. Sie hat sich seit jeher praktisch und politisch für die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen stark gemacht und unterstützt von daher die Ziele von SeHT. Aufgrund ihrer politischen Erfahrungen auf verschiedenen Ebenen kann sie nachvollziehen, dass die vielfältigen Fördermöglichkeiten und Zuständigkeiten schwer zu überschauen sind und eine Koordination notwendig ist. Bildungspolitisch kritisiert Ratter einen Mangel an Bildungsgerechtigkeit und fordert die Verlängerung gemeinsamen Lernens. Aus den Anmeldezahlen ergebe sich, dass die Integrierte Gesamtschule im ganzen Land noch „unterrepräsentiert" sei. Die Inklusion im Bildungswesen in Form von binnendifferenziertem, zielungleichem Unterricht müsse noch konsequenter umgesetzt werden.




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