SeHT e.V.

Berichte

16./17. April 2016

Tanken für die Seele — Elternwochenende im Kloster Gnadenthal

Kinder mit Teilleistungsschwächen / ADHS brauchen besondere Zuwendung und Hilfe, damit sie in Schule, Ausbildung und Beruf bestehen können und die Fähigkeiten erwerben, die sie für ein selbständiges Leben brauchen. Das ist mit Sorgen und Belastungen verbunden, gerade auch für Eltern und Sorgeberechtigte. Diese Sorgen beschränken sich oft nicht auf das Kindes- und Jugendalter, auf Kindergarten, Schule und Ausbildung, sondern setzen sich fort, wenn Betroffene erwachsen werden und mit Schwierigkeiten auf dem Arbeitsplatz, in der Gesellschaft oder bei der Führung eines eigenen Haushalts zu kämpfen haben. Nach einem ersten Elternwochenende im Jahr 2015 hat die SeHT-Landesvereinigung Rheinland-Pfalz auch im Jahr 2016 ein Wochenende angeboten, wo einmal nicht die Kinder im Mittelpunkt stehen, sondern die Eltern mit ihren Sorgen, Nöten und Belastungen. Ein Angebot speziell für Eltern, um Atem zu holen, aufzutanken, um wieder mit neuer Kraft im Alltag zu bestehen.


Als idealer Ort, um auszuspannen und Kraft zu schöpfen, hat sich das Kloster Gnadenthal bei Bad Camberg in Hessen mit seiner schönen, ländlichen Umgebung und seiner historischen Kulisse erwiesen.

Übungsanleitung und Gesprächsführung lagen in der Hand von Esther Michel, Physiotherapeutin und Dozentin für Physiotherapie, sowie Andrea Reiner, Diplompsychologin und langjährige Mitarbeiterin bei SeHT.


Das handgreifliche Beispiel von unterschiedlichen Gummibändern- und Ringen (dehnbare, flache, runde, kleine, bunte usw.) brachte die Teilnehmer schnell zum Erfahrungsaustausch und zur Einschätzung individuell erlebter Spannungs- und Entlastungssituationen. Esther Michel betreibt eine Praxis für Physiotherapie und Entspannungsverfahren („Meine Körperwelt“). Unter ihrer Anleitung wurde durch verschiedene Übungen erfahrbar, wie wichtig es ist, auf die Sitz- und Bewegungshaltung zu achten und richtig zu atmen. Durch Entspannungstechniken wie z.B. Autogenes Training kann man Einfluss nehmen auf die eigenen Gedanken und Assoziationen, wohltuende Bilder und Eindrücke festhalten und diese für die Selbst-Entspannung nutzen.


Der Abend war Spielen und lockeren Gesprächsrunden gewidmet. Inge Bellmann hatte aus Fotos von verschiedenen SeHT-Aktivitäten mehrere Puzzles fertigen lassen und dazu ein Spiel entworfen, bei dem mittels Zeichnungen, Pantomimen oder verbalen Umschreibungen Begriffe zu raten waren. Damit kam zugleich eine der wichtigsten Entspannungstechniken zur Anwendung, nämlich das Lachen. Lachen baut Stress, Spannungen und Hemmungen ab, Glückshormone breiten sich aus. Auch das konnten die Teilnehmer reichlich erfahren.


Werner Fröhlich


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