SeHT e.V.

Berichte

27. Januar 2016

Stellungnahme auf die sozial- und bildungspolitischen Thesen der SeHT-Landesvereinigung Rheinland-Pfalz von Eric Tschöp, Direktkandidat und Vorstandssprecher, DIE GRÜNEN in Frankenthal


Betreff: Stellungnahme zu den Thesen der SeHT-Landesvereinigung Rheinland-Pfalz

Die Grünen im Bundestag haben im Jahr 2012 einen Antrag auf die bundesweite Umsetzung des Rechts auf Inklusion gestellt, der primär auf die Inklusion behinderter Menschen in die Schul- und Arbeitswelt abzielt.

Die für eine erfolgreiche Inklusion notwendigen Schritte, wie beispielsweise


LehrerInnen und ErzieherInnen werden hierdurch auch im Umgang mit Menschen mit Teilleistungsschwächen in die Lage versetzt, angemessene pädagogische Maßnahmen (beispielsweise regelmäßige Übungsprogramme) zu ergreifen, so dass letzten Endes alle Kinder/Jugendlichen im Bildungsbereich ihren Platz an "einer Kita/Schule/Hochschule für alle" finden.
Durch die beispielsweise an den rheinland-pfälzischen Schwerpunktschulen gegenüber den "normalen" Schulen erhöhte Personalbesetzung stehen hier auch entsprechende Ressourcen für die notwendige Förderung zur Verfügung, auch wenn im Einzelfall sicher eine weitere Personalaufstockung sinnvoll wäre.
Ich halte auch in der Arbeitswelt Inklusion für ein sinnvolleres Konzept als die derzeit vielerorts bestehenden Werkstätten, in denen derzeit vermutlich nicht nur behinderte Menschen arbeiten, sondern auch - weil sie in der normalen Arbeitswelt Schwierigkeiten haben - Menschen mit Teilleistungsschwächen.
Aus eigener beruflicher Erfahrung sehe ich die Tendenz, dass einfache Arbeitsplätze in der Praxis eben doch abgeschafft werden, beispielsweise die Tätigkeit am Empfang einer Firma.


Viele Firmen (diejenige, in der ich tätig bin, zähle ich hier auch dazu) sind auch so klein, dass der Umfang an einfachen Arbeiten so gering ist, dass sich hierfür die Schaffung einer eigenen Stelle (und sei sie auch öffentlich gefördert) nicht lohnen würde.
In der Arbeitswelt ist Inklusion meiner Einschätzung nach daher schwieriger umzusetzen als im Bildungsbereich.
Hier könnte teilweise das "Budget für Arbeit" helfen, nach dem Menschen die Unterstützungsleistung, die sie in den Werkstätten bekommen, in den allgemeinen Arbeitsmarkt mitnehmen können.
In eine ähnliche Richtung geht auch das "persönliche Budget", das in den SeHT-Thesen erwähnt wird. Auch ich halte es für notwendig, dass der Informationsstand bei Anspruchsberechtigten und teilweise auch bei den Behörden deutlich verbessert wird. Auch der Forderung nach einer Bündelung der Anlaufstellen kann ich mich ohne Vorbehalte anschließen.




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