SeHT e.V.

Berichte

28. April 2017

Ehrenamtliche Helfer immer einsatzbereit

SeHT beim Technischen Hilfswerk Speyer



Im Ortsverband Speyer des Technischen Hilfswerks (THW) stehen über 60 ehrenamtliche aktive Helfer bereit, um bei Notfällen technische Hilfe zu leisten. Ihr ehrenamtlicher Einsatz ist ein Beitrag zur Humanität und weltweiten Solidarität. Es geht darum, Leben zu retten und die Folgen von Katastrophen zu lindern. Eine Gruppe von SeHT informierte sich bei einem Besuch im Speyerer Standort des THW über Arbeitsweise, Organisation und technische Ausstattung.


Die Führung der SeHT-Gruppe wurde von der Zugleiterin Nicole Lutz, Christopher Sohn, Katharina und Johannes Garrecht übernommen–ein junges Team, das zeigte, was den Reiz der Mitarbeit im THW ausmacht: Engagement für das Allgemeinwohl, Hilfe für Menschen in Not, Erwerb von vielseitig verwendbaren technischen Fähigkeiten. Der Dienst beim THW ist mehr als bloße Pflicht, er bietet auch gelebte Kameradschaft mit geselligen Veranstaltungen und gemeinsamen Sportaktivitäten.


Es gibt viele Möglichkeiten, im THW mitzumachen und das THW zu unterstützen. Für Kinder und Jugendliche von 6–17 Jahren sind eigene Gruppen eingerichtet. Ab 18 Jahren kann man sich zum aktiven Helfer ausbilden lassen. Dazu gehört insbesondere eine qualifizierte Ausbildung an den Werkzeugen und technischen Geräten, gegebenenfalls Ausbildung zum Gabelstaplerfahrer und Lastkraftwagenfahrer. Diese technischen Fähigkeiten können sodann sowohl im Alltag wie auch im Beruf nützlich sein. Wer als aktiver Helfer in der Katastrophenhilfe zum Einsatz kommen soll, muss natürlich über eine gewisse körperliche und seelische Belastbarkeit verfügen.


Der THW bietet aber auch Mitwirkungsmöglichkeiten über den Einsatz direkt am Notfallort hinaus: Verpflegung der Helfer bei Einsätzen und Übungen, Wartung, Instandsetzung und Pflege von Ausstattung, Mitarbeit in der Verwaltung des Ortsverbandes sowie Unterstützung bei der Betreuung der Mini– und Jugendgruppen.


Das THW Speyer verfügt über zwei Bergungsgruppen, einen Zugtrupp („mobiles Bür“) und eine Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen („die Wasserspezialisten“). Der Fahrzeug– und Maschinenpark umfasst unter anderem 3 Mannschaftstransportwagen, 2 Gerätekraftwagen, 2 Speziallastkraftwagen für die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen, 1 LKW-Kipper und eine Großpumpe mit einer Leistungsfähigkeit von 5.000 Liter pro Minute. Zur Ausstattung der Gerätekraftwagen gehören insbesondere ein Anbaukran mit 120 kg Belastbarkeit, eine Anbauseilwinde mit 5 t bzw. 10 t Zugkraft, Atemschutzgeräte, Brennschneider, Greifzug, Hebekissen, Höhenrettungs- und Absturzsicherung, Hydraulische Schere/Spreizer, Hydropresse, Motorkettensägen, Trennschleifer sowie Stromgeneratoren.


Ebenso wie die freiwilligen Feuerwehren stützt sich das THW auf ehrenamtliche Helfer. Die Arbeitgeber von THW-Mitarbeitern sind verpflichtet, diese für aktive Einsätze freizustellen und erhalten dafür eine finanzielle Entschädigung. Im Unterschied zur Feuerwehr, die von Städten und Gemeinden getragen wird, ist das THW eine Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland, die aus Bundesmitteln finanziert wird. Überörtliche und internationale Einsätze werden von einer zentralen Leitstelle des Bundes koordiniert.


Speyerer Helfer werden nicht nur in Notfällen vor Ort hinzugezogen, wenn es etwa darum geht, bei Bränden Menschen zu bergen und den Einsturz von Gebäuden zu sichern. Sie waren auch schon als Helfer bei der Flutkatastrophe an der Oder 2002 aktiv und bei zahlreichen Auslandseinsätzen wie z.B. nach einem Tsunami in Sri Lanka, nach dem Hurrikan Kathrina in New Orleans, nach Erdbeben in der Türkei und in Haiti sowie im Rahmen humanitärer Einsätze weltweit.


Das THW Speyer betreibt eine Homepage mit weiteren ausführlichen Informationen - www.thw-speyer.de.

Werner Fröhlich



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