SeHT e.V.

Berichte

29. September 2017

Eine Schneckenfarm??? Was soll das denn sein?

Es gibt nichts, was es nicht gibt – und was wir von SeHT nicht als Ausflugsziel entdecken. Wir haben schon Spaziergänge mit Lamas gemacht, Greifvögel fliegen gelassen, Aquarien und Zoos besucht – aber Schnecken im Zentrum unserer Aufmerksamkeit hatten wir noch nicht.
Der Begriff „Schneckenfarm“ weckte vielfältige Phantasien in unseren Köpfen – und Appetit in so manch einem Magen – aber wie sieht das denn genau aus, wo Schnecken zum Essen gezüchtet werden? Das sind doch Ausbruchskünstler – die, wenn sie ausbrechen, so ziemlich alles Essen, mit Vorliebe teure Wildlederschuhe – wie uns ihr Besitzer aus leidvoller eigener Erfahrung berichtete.
Aber der Reihe nach: eigentlich ist die Schneckenfarm ein Stück Wiese ungefähr in der Größe eines normalen Schwimmbadbeckens – nur nicht so breit. Diese ist ca. 30 - 40 cm hoch eingezäunt mit einem feinen Drahtgeflecht, an dessen oberen Rand eine Beschichtung aus Fett und Salz dafür sorgt, dass die Schnecken nicht ganz Asselheim heimsuchen. Drinnen wachsen allerlei Wiesenpflanzen, denn wie uns versichert wurde, ist das Lieblingsessen von Schnecken nicht der Salat im Garten sondern Brennesseln u.ä.!! Im Abstand von ca. zwei Metern liegen einfache Dielenbretter leicht schräg, die den deutschen und französischen Weinbergschnecken Schutz bieten – vor Sonne, die ihnen sehr gefährlich werden kann, vor Vögeln, die sie gerne und auch ungegart essen, aber nicht vor den Menschen, die immer wieder die Exemplare suchen, deren Haus drei cm und größer misst.


Wir durften kleinste Babyschnecken auf die Hand nehmen, große Ausgewachsene und außerdem dem Besitzer der Farm ca. 45 min lang Löcher in den Bauch fragen. Wie er auf die Idee kam, was er im Winter mit den Schnecken macht, wo es „seine“ Schnecken zu essen gibt, wie schnell die Schnecken sind (3 m pro Stunde), wie genau die Schnecken vorbereitet werden, bis sie verzehrfertig sind (stundenlanger, äußerst komplizierter Prozess des Siedens in immer neuem Wasser), was die Schnecken sonst noch essen, ob es grenzüberschreitende Paarungen gibt (nein – Deutschland und Frankreich passen in diesem Bereich anatomisch nicht zusammen!) usw. usw..
Dann machten wir uns auf den Weg in das Hotel um an der sehr langen, für uns reservierten Tafel zu schlemmen – viele probierten das Schneckenpfännchen (der Grad der Begeisterung was sehr unterschiedlich) oder schlemmten sich durch ein ganzes Menü – je nach Hunger und Geldbeutel.


Aus meiner Sicht ein sehr erfolgreicher Ausflug ganz im Sinne von SeHT – der Horizont wurde erweitert, Neugierde gefördert, Teilhabe gewährleistet, Gemeinschaftsgefühl gestärkt und ...etwas erlebt, das einem bei jedem Familientreffen die Aufmerksamkeit sichert, wenn man davon berichtet.


Andrea


P.S. Und noch ein Schneckenwitz:
Ein Mann sieht auf seiner Fensterbank eine Schnecke und schmeißt diese vom ersten Stock aus dem Fenster. Nach drei Monaten klingelt es an der Tür. Es ist die Schnecke, die sagt: „Was sollte das denn eben?“

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