SeHT e.V.

Berichte

13. April 2018

„Die Sehnsucht nach dem Wunderbaren“


Zu Beginn der Mitgliederversammlung trug Andrea Reiner den folgenden Text von Albert Schweitzer vor.


Die Sehnsucht nach dem Wunderbaren


Du bist so jung wie deine Zuversicht –
Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt,
sie ist ein Geisteszustand.
Sie ist Schwung des Willens,
Regsamkeit der Fantasie,
Stärke der Gefühle,
Sieg des Mutes über die Feigheit,
Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.
Niemand wird alt,
weil er eine Anzahl Jahre hinter sich gebracht hat.
Man wird nur alt,
wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt.
Mit den Jahren runzelt die Haut,
mit dem Verzicht auf Begeisterung aber
runzelt die Seele.
Sorgen, Zweifel, Mangel an Selbstvertrauen,
Angst und Hoffnungslosigkeit,
das sind die langen, langen Jahre,
die das Haupt zur Erde ziehen
und den aufrechten Geist in den Staub beugen.
Ob siebzig oder siebzehn,
im Herzen eines jeden Menschen
wohnt die Sehnsucht nach dem Wunderbaren,
das erhebende Staunen beim Anblick der ewigen
Sterne und der ewigen Gedanken und Dinge,
das furchtbare Wagnis,
die unersättliche kindliche Spannung,
was der nächste Tag wohl bringen möge,
die ausgelassene Freude und Lebenslust.
Du bist so jung wie deine Zuversicht,
so alt wie deine Zweifel,
so jung wie deine Hoffnung,
so alt wie deine Verzagtheit.
Solange die Botschaft der Schönheit, der Freude
und Größe der Welt, des Menschen und des
Unendlichen dein Herz erreichen,
so lange bist du jung.
Erst wenn die Flügel nach unten hängen
Und dein Herz vom Schnee des Pessimismus
Und vom Eis des Zynismus bedeckt ist,
dann erst bist du wahrhaft alt geworden.



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